Volker Sielaff

Überall Welt. Ein Journal

Ein Tagebuch kann vieles sein: Archiv, Versuchslabor, Ideenspeicher. Volker Sielaffs Journal passt in keine dieser Schubladen – und sein Schreibgrund ist wohl am ehesten mit dem vergleichbar, den Victor Klemperer einmal für seine Tagebücher formulierte: »Nur Leben sammeln. Immer sammeln. Eindrücke, Lektüre, Gesehenes, alles. Und nicht fragen, wozu und warum.« 
Nach den gefeierten Lyrikbänden »Selbstporträt mit Zwerg« und »Glossar des Prinzen« legt Volker Sielaff erstmals eine Auswahl von Prosaaufzeichnungen aus zehn Jahren vor: unverstellte, berührende Notate vom Rand der Wahrnehmung. Sie berichten vom Glück des Lebens mit einem Kind, von Begegnungen, Streifzügen, Lektüren und Beobachtungen. Überall Welt!

Info
Volker Sielaff
Überall Welt. Ein Journal

ISBN: 978-3-942375-24-5 
Klappenbroschur, 152 S.

19,90
EUR
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Autor
Termine

23.5.2017 | 20 Uhr

Deutsch-Arabischer Lyriksalon, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

24.6.2017 | 15–20:30 Uhr

Lyrikmarkt, Akademie der Künste Berlin (Innenhof)

10.9.2017 |

Dresden, Schloss Albrechtsberg - Tag des offenen Denkmals

14.9.2017 |

internationales literaturfestival berlin (http://www.literaturfestival.com)

 

 

Stimmen zum Buch

Man muss das nicht pur biografisch lesen, erfährt dabei denn noch viel über diesen ausnehmend freundlichen Menschen und seine deutliche Liebe zur Natur; neben der Kunst des Beschreibens beherrscht er auch – leichtfüßig und hochgeistig zugleich – essayistische Passagen, vermittelt mit knappen Angaben Atmosphäre und Eindruck. Beim Lesen ein doppeltes Glück, denn Volker Sielaffs lyrische Prosa ist konkret – lässt jedoch genug Freiraum für eigene Assoziationen.

 

Michael Ernst, MDR 1

Lyrisch oder poetisch zu sein – was auch immer man darunter verstehen mag – ist eine Qualität, die man den Texten Sielaffs zwar vordergründig anrechnen kann, das Entscheidende jedoch ist die Spannung zwischen der Suche nach Bildern, dem Besonderen, den vielsagenden Kleinigkeiten und einem Schweigen, das sich aus einer Erzählbewegung immer wieder zwischen die Einträge schiebt und ein rundes Bild nicht zulässt, sodass die in knapper Prosa evozierten Stimmungen nie ganz in unschuldiger Harmonie versinken.

Vincent Sauer, fixpoetry

[…] unbedingte Konzentration im Wahrnehmen und Schreiben bei gleichzeitiger völliger Offenheit für ALLES – eigentlich ein Widerspruch, aber ich glaube mehr und mehr, daß darin das „Geheimnis“ des Schreibens liegt.

Marcel Beyer

Der Autor erweist sich […] als sorgender Vater, genauer Beobachter und besessener Leser, er singt ein Loblied auf die Langsamkeit.

Jens Wonneberger, SAX

Und immer wieder Einblicke in die innere Bibliothek des Verfassers durch Zitate, die keine Belesenheit vorführen wollen. Bestechend ist auch die Ausgewogenheit, mit der die Themen ineinander fließen. Dass die Gestaltung des Bandes sehr elegant ist, brauche ich kaum zu erwähnen, denn die Sorgfalt, mit der hier gearbeitet worden ist, ist nicht zu übersehen. Ein schönes Buch!

Gino Chiellini, DNN

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