Nancy Hünger

Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett. Gedichte

Mit ihrem ersten Lyrikband seit acht Jahren erschreibt sich Nancy Hünger ein ganz eigenes Feld: mit kunstvoll rhythmisierten Versen und einem erstaunlichen Register an Formen und Farben, Tonlagen und Stimmungen. Ihre Gedichte verbinden die Küsten Siziliens und Nordafrikas, loten den schmalen Grat zwischen Sexualität und Gewalt aus, imaginieren das eigene Verschwinden. Oder geht es im Grunde doch um etwas ganz anderes? Vielleicht um das Scheitern beim Versuch, sich die Welt mittels Sprache zu erschließen – und die Notwendigkeit, es trotzdem immer wieder zu versuchen? „Schreiben heißt versuchen herauszufinden, was man schreiben würde, wenn man schriebe“, sagt Marguerite Duras.

Info
Nancy Hünger
Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett. Gedichte

ISBN: 978-3-942375-28-3

Broschur, 118 S.

18,90
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Autor
Termine

01.07.2017 | 20 Uhr

Neuberg an der Mürz (Steiermark)

07.09. bis 09.09.2017 

VIII. Internationales Lyrikfestival MERIDIAN CZERNOWITZ

03.11.2017 

Weimarer Lyriknacht

09.11.2017

Tektonik / Leipzig

Stimmen zum Buch

Es sind wundersame und verwundete, traurige und mutige, verletzliche und lebensfrohe, wie in bitterem Absinth getränkte und dennoch heitere, manchmal geradezu verschmitzte Zeugnisse der Einsamkeit wie der Sehnsucht. Gedichte einer Autorin, deren Stimme allmählich zu den bedeutendsten lyrischen Stimmen ihrer Generation in Deutschland gehört. Einer Stimme, die wir brauchen, weil sie uns sagen kann, wie wir sind, wenn wir nicht weiterwissen, und die es uns so sagen kann, dass wir es aushalten.

Werner Söllner, L - Der Literaturbote

Nancy Hünger spricht gern mit dem kollektiven Wir, das sowohl Adressat als auch Subjekt der Erinnerung sein kann. Von diesem Wir geht eine besondere Stimmung aus, die – neben der souveränen Sprachkunst – mehr als alles andere die Dichtung dieser Autorin kennzeichnet. Es ist ein Wir voll jugendlichen Übermuts und enttäuschter Hoffnungen, getragen von Witz und Wehmut, über das man Tränen vergießen möchte, nicht wissend, ob sie dem Glück oder der Anrührung entspringen.

Bernd Leukert, www.faustkultur.de

[Ein] mit sprachlicher Eleganz und Hingabe geschriebener Gedichtband. Ihre Poeme offenbaren den Menschen als orientierungslosen Sucher, den die Ungewissheit über das Leben in einen haltlosen Strom der Gedanken treiben lässt.

Björn Hayer, Berliner Zeitung

 

Hünger findet hier einen besonderen Rhythmus, einen eigenen Klang, alles fließt. Ihre Gedichte durchleuchten die vermeintliche Idylle, werden zu Klagen, zu Anklagen, zu kritischen Fragen.

Marina Büttner, fixpoetry

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