Klaus Johannes Thies

Tango ohne Argentinien

Klaus Johannes Thies fasst sich kurz und schweift doch gerne ab. Selten sind seine Texte länger als eine halbe Seite. Eventuell fügt er dann noch einen Satz hinzu. Seit 1988 schreibt er so. Und er tut es immer noch. Alles hat in diesen Anti-Erzählungen Platz: Parkuhren, Torhüter, Liebeserklärungen, Zigaretten, das Finanzamt Bielefeld, Jean-Luc Godard und die Sonnenblumen von van Gogh aus dem Speisezimmer des Elternhauses – »messerscharfe Momentaufnahmen, in denen eine Generation sich spiegeln kann, ohne Epen lesen zu müssen, sind die Stärke dieser unverschämt eingedampften Prosa«, schrieb Kristina Maidt-Zinke in der Süddeutschen Zeitung. Zum 70. Geburtstag des Autors erscheint mit »Tango ohne Argentinien« ein neuer Auswahlband mit »Shorts« im typischen Thies-Sound: lässig, skurril und tief durchtränkt von melancholischer Lebenslust.

Info
Klaus Johannes Thies
Tango ohne Argentinien
111 Shorts

ISBN: 978-3-942375-47-4

Klappenbroschur, Fadenheftung

132 Seiten

Mit einem Nachwort von Mirko Bonné

20,00
EUR
inkl. gesetzl. MwSt.
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Autor
Termine

04.09.2020 | 20.00

! Buchpremiere!

in der Buchhandlung Storm, Bremen

Stimmen zum Buch

»Streng auf das Eigentliche, in diesem Moment zur Sprache Gebrachte zusammengepresst, entstehen  Konzentrate, die in einem Tonfall über den Leser rollen, dass man an das konzise, weil zweckfreie Singen eines Kinderchors erinnert wird. Verspielt, trocken, verkorkst, verdreht, überschäumend, was immer noch, die ganze Palette der Gefühle halt durcheinander gebeutelt. Eigentlich eine Kühnheit im uniformen
Buchmarkt.«

Alexander Widner, Die Presse

»Thies konzentriert einen Erinnerungssplitter, einen Tagtraum oder eine andere Phantasie, eine periphere Alltagsbeobachtung auf engstem Raum und bringt es dabei machnmal sogar fertig, abzuschweifen wie in einem Gedanken, der aus der Spur gerät. Er ist nicht pointenversessen, schreibt ohne Prätention oder Hang zum Sinnspruch, ist skurril und oft auch melancholisch.«

Peter Körte, FAS

»Das sind kurze Stücke im Buch, die passen locker in die Achseltasche, könnte man denken. Dann stellt sich aber heraus, dass die Achseltasche immer mehr ausbeult. Und aus den kurzen Stücken ergeben sich Welten. Sie sind nicht das Schild an der Tür, sie sind die Tür selbst und das, was dahinter sich öffnet, wenn sie sich öffnet. Sie geben den Weg frei, die Stücke, Erkundungen im Bleistiftgebiet, wie es eben schon bei Robert Walser heißt. Die Welt zeichnen, die Welt nachzeichnen mit wenigen Strichen, aber über den Rand hinaus.«

Jan Kuhlbrodt, piqd

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