Peter Neumann

geheuer. Gedichte

„Man möchte, wenn man Peter Neumanns Gedichte liest, sagen, dass nicht nur die darin vorkommenden Themen maritim sind, sondern auch die kühle Brise des Tons. Aber wenn auch das Wort maritim seiner Übersetzung nach genau das sagt, was man meint – nämlich den Einfluss des Meeres auf eine Poetik –, so trifft dieses Wort die Eigenart dieser Gedichte doch so gar nicht. Das Maritime gibt es in der Dichtung nicht, das Maritime ist gänzlich von blau-weiß gestreiften Pullovern und Seebadflair okkupiert. Es gibt nicht den Einfluss des Meeres auf die Dichtung, sondern die Dichtung entsteht aus dem Meer oder eben nicht. Insofern ist das Meer und noch viel mehr die Küste, die ostnorddeutsche Landschaft […] konstituierend für diese Gedichte. Grenzen, die nicht scharf gezogen sind, wie in gebirgigeren Gegenden, sondern unmerklich bleiben: die so veränderliche Land-Meer-Grenze, die Grenzen der sandigen Wege in die Kiefernwälder hinein, die niedrigen Zäune und ebenerdigen Hauszugänge, das nur locker besiedelte Ostseevorland. Und die Weite zum ziellosen ‚Ströpern’“.

 

Aus dem Nachwort von Daniela Danz

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Peter Neumann
geheuer. Gedichte

ISBN: 978-3-942375-13-9
Paperback, 88 S.

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Stimmen zum Buch

Peter Neumann ist einer, der es kann.

Ort der Augen 4/2014

Lou Andreas-Salomé wäre mit diesem Dichter gewiss im Frühlicht barfüßig durchs taunasse Küstengras gestapft.

Paul-Henri Campbell, fixpoetry

Peter Neumanns Stärken als Dichter ... die Kombination von Bildern zu neuen Bilderbögen und die treffende, niemals manierierte Sprache.

Dirk Uwe Hansen, fixpoetry

Die Gedichte ... sind nüchtern, durchdacht und haben oft etwas leicht altmodisch Versunkenes an sich; sie kommen daher als fein geschliffene Kleinode, bei denen kein Wort zuviel ist.

Fabian Thomas, fixpoetry

Ob den Träumen entsprungen oder im Wachen erblickt, es sind die starken, stimmigen Bilder in Neumanns Gedichten, die im Gedächtnis bleiben.

Dietmar Ebert, Palmbaum Journal

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